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Thema:  Umwelt + Verkehr

Art:  Pressemitteilung

Zukunft des Flughafens überdenken Machbarkeitsstudie soll Ausstiegsszenarien vorstellen

In einem gemeinsamen Antrag zur Zukunft des Flughafens fordern Grüne, CDU und Linke+ die Verwaltung auf, im Rahmen einer Machbarkeitsstudie Konzepte für eine Nachnutzung des Flughafengeländes zu entwickeln. Außerdem soll es keinen weiteren Ausbau der Start- und Landebahn geben. Dabei geht es den GRÜNEN, die seit Jahren einen Rückbau des Flughafens fordern, vor allem um Ideen für eine umweltfreundliche, zukunftsfähige Nutzung des Geländes. 

Ingrid Reuter, Fraktionssprecherin der GRÜNEN im Rat: Der Dortmunder Flughafen steht bei den Subventionen und der Klimabelastung mit an vorderster Stelle der Regionalflughäfen. In den vergangenen 20 Jahren wurden von DSW21 fast 400 Mio. Euro an Subventionen für den Flughafen gezahlt – Geld, das für Bus und Bahn in Dortmund wesentlich besser angelegt gewesen wäre. Gleichzeitig verursacht der Flugbetrieb 725.000 t klimabelastender Emissionen. Ausbau und Erhalt dieses Flughafens stehen demnach im Widerspruch zu allen Zielen der EU, des Bundes, des Landes NRW und auch der Stadt Dortmund, die Treibhaus-Emissionen zur Minimierung der klimabedingten Folgen zu reduzieren. Dazu kommt die Lärmbelastung, der die Anwohner*innen ausgesetzt sind.

Eine Studie hat jüngst bestätigt, dass der Dortmunder Flughafen keinen relevanten Beitrag zur Verbindung der Region mit den internationalen Flugverkehrsnetzen und europäischen Wirtschaftszentren leistet. Immerhin ist der Flughafen Düsseldorf nur 45 Bahnminuten entfernt. Stattdessen werden Urlaubs- und Freizeitflüge sowie Städtereisen angeboten, ein Segment, das in Dortmund vor allem von einer einzigen Billigflug-Airline beherrscht wird, die ihren Standort ganz nach Gutdünken wechselt, z.B. wenn die Arbeitnehmer zu stark gewerkschaftlich organisiert sind.

Die Vorgabe der EU, zukünftig ohne Subventionen auszukommen, ist für den Dortmunder Flughafen auch ohne die besondere Situation der Corona-Epidemie nur schwer zu erreichen. Aus Kosten- und Umweltgründen sollte deshalb kein weiterer Ausbau des Flughafens verfolgt werden, sondern ein Planungsprozess für eine wertschöpfende Nachnutzung des Geländes angestoßen werden. Dabei geht es uns vor allem darum, neben einer umweltverträglicheren Nutzung des Geländes, gute Alternativen für nachhaltige und vor allem zukunftssichere Arbeitsplätze zu finden.“

 

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