Für die GRÜNEN im Rat steht fest, dass zusätzliche Spritzenautomaten für drogengebrauchende Menschen an erster Stelle Leben retten. Jede saubere Spritze dient dem sichereren Drogenkonsum und verhindert Infektionen. Dazu kommt: Jeder Spritzenautomat enthält auch die Möglichkeit, gebrauchte Spritzen sicher zu entsorgen, statt sie in der Öffentlichkeit liegen zu lassen und damit andere Menschen zu gefährden.
„Spritzenautomaten gegen ein Sicherheitsgefühl auszuspielen, ist falsch“, kommentiert Benjamin Beckmann, Mitglied der GRÜNEN sowohl im Sozialausschuss, als auch im Ausschuss für öffentliche Ordnung. „Als GRÜNE setzen wir uns dafür ein, dass die Öffnungszeiten des Drogenkonsumraums verlängert werden. Für einen einjährigen Modellversuch wird auf unsere Initiative inzwischen Menschen ohne Wohnsitz in Dortmund beziehungsweise ohne entsprechende Ausweispapiere ermöglicht, den Drogenkonsumraum zu nutzen. Dies alles dient dazu, dass mehr Drogengebrauchende die sicheren und medizinisch kontrollierten Möglichkeiten des Drogenkonsumraums nutzen können und ihre Drogen nicht mehr öffentlich konsumieren müssen. Es ist aber ein Trugschluss, dass dadurch keine Drogengebrauchende mehr im öffentlichen Raum in Erscheinung treten. Sie sind Teil der gesellschaftlichen Realität der Stadt und werden sich deshalb weiterhin auch in der Innenstadt aufhalten. Ein Spritzenautomat ist dafür nicht ursächlich, sondern eine Maßnahme, um Leben zu retten.“
Das sieht auch die Aidshilfe aus fachlicher Sicht so. Im Beratungsprozess zwischen Verwaltung und Aidshilfe hatte diese ausdrücklich eine flächendeckende Versorgung mit Spritzenautomaten über das gesamte Stadtgebiet gefordert, auch im Bereich Innenstadt/-Stadtgarten.
„Ein Spritzenautomat im Stadtgarten hilft den drogengebrauchenden Menschen und verringert die Anzahl von unsachgemäß entsorgten Spritzen. Gleichzeitig unterstützen wir andere Maßnahmen, um dem Stadtgarten einen besseren Aufenthaltscharakter zu geben, wie zum Beispiel den Feierabendmarkt und die kulturelle Bespielung des Stadtgartens mit Theater-Projekten. Wir GRÜNE wollen einen Stadtgarten, in dem alle Menschen ihren Platz haben”, so Benjamin Beckmann abschließend.