In seiner Sitzung am 25.09.2012 wurde dem Ausschuss für Personal und Organisation der Personalbericht 2011 vorgelegt. In diesem Personalbericht geht es um ein breites Spektrum an rein statistischen Daten, um finanzielle Rahmenbedingungen in der Personalwirtschaft und um Teilprojekte im Rahmen der Neuorientierung der Verwaltung. Aus dem Personalbericht ergeben sich einige Fragen, zu denen wir eine Stellungnahme der Verwaltung erbitten.
1. Im Personalbericht heißt es, dass die zurzeit laufenden Organisationsentwicklungsprojekte die Notwendigkeit eines strukturierten Aufgabenkritikverfahrens deutlich gemacht haben. Die Organisationsentwicklung hat daraufhin im Jahr 2011 gemeinsam mit dem Dortmunder Systemhaus eine Lotus-Notes-gestützte Datenbank konzipiert, in der die Aufgaben der Fachbereiche dokumentiert und analysiert werden. Diese Datenbank wurde in einer Pilotphase bis zum Frühjahr 2012 erprobt. Welche Ergebnisse zeigt die Anwendung der Datenbank? Welche Bereiche sind seit dem Frühjahr in die aufgabenkritischen Überlegungen einbezogen worden?
2. Für die Jahre 2012 bis 2015 wurde eine Dienstvereinbarung zur leistungsorientierten Bezahlung abgeschlossen. Ein erster Bewertungszeitraum endet am 31.08.2012. Wie werden die Kriterien zur Gewährung der Leistungsprämien gemessen? Sind Zielvereinbarungen Teil des Bewertungssystems? Wie stellt sich die Verteilung der Leistungsprämien differenziert nach Geschlecht dar? Inwieweit wird der Haushalt 2012 und der Haushalt in den Folgejahren durch Mehraufwendungen belastet?
3. Der Frauenanteil in Führungspositionen der Stadtverwaltung ist nach wie vor gering. Deshalb beteiligt sich die Verwaltung an dem Projekt „Top in Führung“. Das Projekt startete im ersten Halbjahr 2012 mit einer Erhebung von Qualifizierungsbedarfen zum Thema Genderkompetenz. Welche Ergebnisse zeigt die Bedarfsanalyse? Wie ist der aktuelle Stand des Projektes?
4. Im April 2011 startete erneut ein Mentoringprogramm für 15 weibliche Beschäftigte der Stadtverwaltung. Das Projekt endete im Frühjahr 2012. Welche Erfolge konnten durch das Mentoringprogramm erzielt werden? Hat sich die Anlage des Programms bewährt? Muss bei der Durchführung oder bei den Qualifizierungsmodulen nachgesteuert werden?
5. Die Anzahl der Väter, die Elternzeit nehmen, ist mit 0,5 % in der Stadtverwaltung minimal. Wie hoch ist der Anteil Elternzeit nehmender Väter in vergleichbaren Kommunen? Welche Gründe liegen für die niedrige Quote in der Dortmunder Stadtverwaltung vor? Welche Maßnahmen werden durchgeführt, um den Anteil männlicher Beschäftigter an Elternzeitlern in der Stadtverwaltung deutlich zu erhöhen?
6. Das Frauenbüro empfiehlt den Aufbau eines Informationssystems zu den Möglichkeiten für individuelle Arbeitszeitmodelle und Telearbeit in der Stadtverwaltung. Die Stadtverwaltung verfügt über ein Intranet. Wieso wird dieses nicht genutzt, um die Beschäftigten über diese Möglichkeiten zu informieren?