Im Rat der Stadt Dortmund steht nun die Entscheidung für eine Koordinierungsstelle zur Umsetzung der Istanbul-Konvention an. GRÜNE und CDU hatten im Rahmen der Haushaltsberatungen für 2022 die Weichen gestellt, um entsprechende Schritte in die Wege zu leiten: Die Koordinierungsstelle erhält mehr als 50.000 € an Sachmitteln und ein kommunaler Hilfefonds geht an den Start.
Umsetzung der Istanbul-Konvention
Jenny Brunner (GRÜNE) und Thomas Bahr (CDU) sehen den Kurs der grün-schwarzen Projektpartnerschaft in Sachen Prävention sexualisierter Gewalt bestätigt. Die Umsetzung der Istanbul-Konvention steht hierbei im Mittelpunkt:
„Stalking, Schläge und Vergewaltigung: Sexualisierte Gewalt ist eine ernsthafte Gefahr für die Sicherheit von Frauen und Mädchen in Dortmund. Jede dritte Frau erfährt in ihrem Leben sexualisierte Gewalt. Und die Zahlen steigen. Wir freuen uns, dass wir auf Initiative von GRÜNEN und CDU die Hilfestrukturen für von Gewalt betroffene und bedrohte Frauen jetzt weiter ausbauen können. Das ist ein wichtiges Signal an alle Frauen und Betroffene von sexualisierter Gewalt.”
Die Istanbul-Konvention zielt darauf ab, Frauen vor Gewalt zu schützen und für sie ein bedarfsgerechtes Unterstützungsangebot zu garantieren. Dieses Übereinkommen des Europarats zur Verhütung und Bekämpfung von Gewalt gegen Frauen und häuslicher Gewalt schafft verbindliche Rechtsnormen. Die Konvention verpflichtet auch die Stadt Dortmund zum Schutz vor Gewalt, zur Beratung und zur Prävention.
Kommunaler Hilfefonds kommt
Mit einem kommunalen Hilfefonds gehen GRÜNE und CDU nun neue Wege für Dortmund. Jenny Brunner (GRÜNE) und Thomas Bahr (CDU) erklären hierzu: „Durch den Fonds mit 30.000 € können endlich nicht gedeckte Kosten für Untersuchungen und Behandlungen bei Fällen sexualisierter Gewalt übernommen werden."