Unabhängig von der Diskussion um einen Radschnellweg durch das Ruhrgebiet erscheint es angesichts steigender Nutzerzahlen und angesichts der Zunahme schnellerer Fahrradfahrer, z.B. auf Pedelecs, notwendig, den Radverkehr in Dortmund stärker als bisher zu fördern. Bündnis 90 / Die Grünen bitten daher die Verwaltung um eine Stellungnahme der folgenden Fragen:
1. Was unternimmt die Stadt, um die Handlungsansätze des Luftreinhalteplans Metropole Ruhr, des European Energy Award sowie des Handlungsprogramms Klimaschutz 2020 (CO2-Reduktion) im Verkehrssektor bezogen auf den Radverkehr zu erreichen?
2. Wo ist nach Auffassung der Verwaltung das Freizeitradwegenetz ergänzungs- bzw. optimierungsbedürftig?
3. Welche Elemente der bestehenden Radverkehrsinfrastruktur insbesondere auf den Radialen und Tangenten müssen erneuert, verändert oder ergänzt werden und mit welchen Kosten ist zu rechnen?
4. Welche Erfahrungen hat die Verwaltung mit Fahrradstraßen gemacht? Welche Straßen in Dortmund wurden hinsichtlich der Einrichtung von Fahrradstraßen untersucht? Wann werden weitere Fahrradstraßen eingerichtet?
5. Welche Schlussfolgerungen zieht die Verwaltung aus der Einrichtung von Schutzstreifen auf der umgebauten Gildenstraße bezogen auf die Kostenreduzierung für passive Lärmschutzmaßnahmen?
6. Wie lange dauert es noch, bis die straßenverkehrsrechtlichen Änderungen der so genannten zweiten Radverkehrsnovelle 2009 in Dortmund umgesetzt werden? Welche Frist hat der Gesetzgeber den Kommunen eingeräumt?
7. Werden die Sondersignalisierungen des Radverkehrs in Dortmund sukzessive so vereinheitlicht, dass sie für Radfahrer/ -innen logisch und nachvollziehbar sind und damit die Sicherheit und Leichtigkeit des Radverkehrs verbessern?
8. Welche Bedeutung besitzt der Radverkehr in Dortmund bei der Bewerbung um die Grüne Hauptstadt Europas?
9. Für welche Maßnahmen stehen seitens des Bundes / des Landes / des RVR Mittel zur Verfügung?