Nachdem der Aufsichtsrat der Städtischen Kliniken Anfang Juli über die zukünftige Struktur der Geschäftsführung beraten hat, wird die GRÜNE Ratsfraktion der Besetzung der Stelle des Arbeitsdirektors zustimmen.
Fraktionssprecher und Aufsichtsratsmitglied Mario Krüger: „Mit der Klausurtagung des Aufsichtsrates, die unseres Erachten schon lange überfällig war, ist eine wesentliche Voraussetzung für unsere Zustimmung erfüllt worden. Einvernehmlich sind Ziele und Strukturen diskutiert worden, die eine ausreichende Berücksichtigung der Arbeitnehmerinteressen beinhalten. Wir werden darauf drängen, dass die Zuständigkeiten zwischen Arbeitsdirektor, kaufmännischer Geschäftsführung und Ärztlicher Leitung in Rahmen einer zu erstellenden Geschäftsordnung eindeutig geregelt werden. Der Einfluss des Arbeitsdirektors auf strukturelle Veränderungen sowie die daraus resultierende Organisation und Verteilung der Arbeit muss abgesichert werden. Dieser Prozess ist uns unabhängig von der ausgewählten Person wichtig. “
Fraktionssprecherin Ingrid Reuter: „Es ist ein dringendes Erfordernis, dass das Klinikum weitere Einsparziele erreicht, um die Liquidität zu erhalten. Dies kann und darf aber nicht zu unvertretbaren Einschnitten insbesondere im Pflegebereich und in der Folge zu einem erhöhten Krankenstand bei den verbleibenden Kräften führen.
Mario Krüger: Wenn der Vertrag mit der Unternehmensberatung Berger beendet ist, muss gewährleistet sein, dass das die hoch gesteckten Sanierungsziele konsequent weiterverfolgt werden. Wir gehend davon aus, dass der neue Arbeitsdirektor diesem Ziel verpflichtet ist, ohne die menschliche Unternehmensführung aus dem Auge zu verlieren. Der Ruf eines Krankenhauses wird wesentlich durch die ärztliche und pflegerische Kompetenz geprägt. Umso wichtiger wird es in Zukunft sein, dass der ärztliche Direktor, die Geschäftsführerin und der Arbeitsdirektor als Team zusammenarbeiten und einvernehmliche Entscheidungen treffen.
Eine zentrale Aufgabe des Arbeitsdirektors wird es sein, die MitarbeiterInnen des Klinikums in den Sanierungsprozess einzubeziehen. Wir hoffen, dass der ausgewählte Kandidat in diesem Sinne erfolgreich ist.“