Zu der heutigen Berichterstattung in der Online-Ausgabe der Ruhr Nachrichten über die Ängste der Mitarbeiter*innen am Dortmunder Flughafen äußert sich
Ingrid Reuter, Fraktionssprecherin der GRÜNEN im Rat:
„Die Ängste der Mitarbeiter*innen am Dortmunder Flughafenhaben haben wir wahrgenommen. Doch wir möchten diese Sorgen entkräften. Wir haben kein Gutachten zur Schließung des Flughafens in Auftrag gegeben, sondern es geht darum, sich auf Nachfolgeszenarien vorzubereiten, sollte der Flughafen das von der EU eingeforderte ausgeglichene Betriebsergebnis nicht erreichen. In dem Fall wäre die Zukunft des Flughafens – und damit auch die Zukunft der Mitarbeiter*innen – völlig ungewiss. Und die Gefahr, dass der Flughafen bis Ende 2023 keine schwarze Null schreibt, ist durch Corona noch gestiegen. Die Bundesregierung zeigt bislang keine Bereitschaft, Dortmund bei den geplanten Unterstützungsgeldern für Flughäfen zu berücksichtigen.
Auch die Abhängigkeit von Wizz Air, einer Fluglinie, die bekanntlich wenig von Gewerkschaften hält, stimmt eher skeptisch. Der Geschäftsführer von Wizz Air hat vor Kurzem sehr deutlich gemacht, wie schnell er mit seiner Airline den Standort wechseln könne. Das war ein Schlag ins Gesicht der Personalvertretung und zeigt, dass es gut ist, sich um die Zukunft der Arbeitnehmer*innen rechtzeitig zu kümmern.
In der jetzt von uns beauftragten Machbarkeitsstudie ist deshalb die Schaffung zukunftssicherer und nicht prekärer Arbeitsplätze eine klar benannte Prämisse. Gerade die Mitarbeiter*innen, die schon die Unsicherheiten durch die Schließung des Bergbaus erlebt haben, wissen, wie wichtig es ist, bei Veränderungen gute Lösungen in petto zu haben. Dies gilt insbesondere für die Zukunft der Flughäfen in der Region, die im starken Konkurrenzkampf stehen.“